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Art Déco 1920 - ca.1935 |
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Art Déco ist die Bezeichnung für die Stilrichtung des Kunsthandwerkes, die auf den Jugendstil folgt und ihren Höhepunkt zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg erreichte. Obwohl der Stil bereits Anfang der zwanziger Jahre auftauchte, wurde die Bezeichnung Art déco erst 1925 nach der Pariser Ausstellung mit dem Titel "Exposition des Arts Décoratifs et Industriels Modernes" auf ihn angewandt. Der Art Deco-Stil ist eine Weiterentwicklung des Jugendstils. Nahm man bisher die Pflanze zur Grundlage ornamentalen Schaffens, so verzichtet der neue Stil auf die schwungvolle Konstruktion und verwendet Geometrie, lineare und funktionale Elemente. Wo Jugendstilerzeugnisse häufig schwerfällig und überladen wirken, waren Art Déco-Gegenstände bereinigt und klar. Der Art Déco verwendet alle markanten Stilmerkmale des geometrisierenden Jugendstils weiter, wobei inspirierende Details aus Afrika und Ägypten hinzukommen. Er arbeitete bevorzugt mit leuchtenden Primärfarben, häufig verwendete Materialien waren Chrom, Emaille, edle Hölzer und polierter Stein. In Deutschland wird durch Bauhaus und andere Werkbunde eine starke Vereinfachung auf funktionale Formen erreicht. Unter den Möbeln gibt es zwei Kunstrichtungen: Einerseits der experimentelle Stil, gekennzeichnet durch die Verwendung von Metall und Plastik, der sich zur Massenfabrikation eignet. Andererseits die qualitätsbewusste Handwerksarbeit, die sich gerade der industriellen Herstellung entgegenstellte und mit kostbaren Materialien eine hochpreisige und elitäre Variante darstellte. |
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