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Renaissance 1420 - Anfang 17. Jahrhundert Die Renaissance (frz.: Wiedergeburt) löste in der Kunst die Gotik ab, indem sie zuerst in Italien einsetzte und mit dem Ende des 15. Jahrhunderts alle europäischen Länder erfasste. Diese Epoche lässt sich in die Frührenaissance um 1420, die Hochrenaissance am Anfang des 16. Jahrhunderts und die Spätrenaissance einteilen, die bis 1520/30 andauerte. |
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Ulmer Fassadenschrank um 1550 (Bild oben) Scherenstuhl aus Tirol um 1500 (Bild
rechts) |
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Das Entscheidende bei dieser Epoche war die Wiedererweckung des klassischen Altertums mit seiner antiken Gestalten- und Formenwelt und dem im Mittelalter verpönten Akt; dennoch blieben die religiösen Aufgaben der Kunst den immer mehr an Bedeutung gewinnenden weltlichen übergeordnet. Die größten Werke der Renaissance wurden in kirchlichem Auftrag geschaffen, wie etwa die Fresken in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder Bildnisse in der Peterskirche. Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael und Dürer sind sicher die bekanntesten Vertreter dieser Stilrichtung.
Detail zum Ulmer Fassadenschrank um 1500
(Bild links) |
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Die Epoche der Renaissance überregional festzulegen, trifft auf Hindernisse. In Italien erlebt sie ihre Blüte von 1420-1530, in Deutschland erst von 1495-1600. Die deutschen Möbel der Renaissance erreichen um 1500 einen Höhepunkt technischen und künstlerischen Könnens. Konstruiert sind sie hauptsächlich als Kastenmöbel. Die Möbelschreiner beherrschen die Kunst des Schnitzens und der Intarsienarbeit meisterlich, so dass aus dem tektonisch schlichten Einrichtungsgegenstand oft ein kleines Kunstwerk wird Künstler: Dürer,
Albrecht |
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