Romanik 1000-1250

Romanik ist die erste Stilepoche der europäischen Kunst von etwa 1000 bis 1250. Es war die Zeit der Stände aus Adel und Rittertum, Geistlichkeit, Bürgern und Bauern, der Kreuzzüge; der deutsche Ritterorden wurde gegründet. In dieser Zeit bildeten sich Bauformen heraus, die für lange Zeit die europäische Baukunst prägten. Neben Frankreich und Italien ist es besonders auch Deutschland, wo die historischen Werke besonders im Kirchen- und Klosterbau deutlich wurden, was man auch als Zeichen eines sich ausdehnenden Christentums werten kann.

Der Baustil ist u.a. durch Rundbögen gekennzeichnet, wie sie in den mächtigen Kaiserpfalzen, Schlössern, Burgen und Basiliken zum Ausdruck kommen. Beispiele sind die Kaiserpfalz in Goslar, die Basilika in Quedlinburg, die spätromanischen Dome von Bamberg (mit dem Bamberger Reiter), Naumburg (mit den Stifterfiguren Ekkehard und Uta), Limburg und der Dom zu Speyer (Bild oben und rechts).

Der Begriff "Romanik" wurde allerdings erst im Jahre 1818 durch den französischen Archäologen Charles Duhérissier de Gerville eingeführt, um die Kunst des Mittelalters vor der Gotik zu definieren. Mit diesem Begriff brachte er die Wiedereinführung der Elemente der römischen Baukunst (Rundbogen, Säule) in die Architektur zum Ausdruck. Die Ausdehnung des Begriffs hinsichtlich Skulptur und Malerei scheint weniger sinnvoll, da die bildenden Künste des Mittelalters grundsätzlich andere Wege gingen.

Pfostenstuhl aus Tirol (Bild links)

 

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